Domizilgesellschaft

Die Steuerverwaltung ist mit der Annahme von Domizilgesellschaften nicht zurückhaltend. Allein die Erfassung einer Gesellschaft als Briefkastenfirma beim Bundesamt für Finanzen führt dazu, dass der Steuerpflichtige aus Sicht der Finanzverwaltung als Treugeber anzusehen ist. Tatsächlich wirke ich aber darauf hin, dass im Einzelfall geprüft wird, ob diese Annahme tatsächlich zutrifft. Dies kann und muss anhand der verfügbaren Geschäftsunterlagen der Gesellschaft, sowie anhand der verfügbaren Verträge, Vollmachten eruiert werden.

Vertretungen gegenüber der Steuerfahndung bei Annahme einer sog. Domizilgesellschaft durch die Finanzverwaltung sind häufig umfangreich, aber für meine Mandanten in aller Regel sehr effektiv. Zwar versucht in diesen Fällen, die aktuell überwiegend in der Schweiz und in Liechtensein auftreten, die Finanzbehörde, die Ergebnisse der angeblichen Briefkastenfirma sowohl steuerlich, als auch steuerstrafrechtlich unmittelber den Betroffenen zuzurechnen. Gerade aufgrund der Auslandsberührung können die Sachverhalte von den Finanzbehörden kaum erschöpfend ermittelt werden. Tatsächliche Verständigungen sind daher von allen Seiten angestrebt und wünschenswert.

 

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