Bei laufender Betriebsprüfung

Im Laufe einer Betriebsprüfung kann es vorkommen, dass der Betriebsprüfer zur Auffassung gelangt, dass sich der Verdacht der Steuerhinterziehung ergibt.

Der Finanzbeamte ist dann verpflichtet, den sich ergebenden Verdacht gegenüber dem Betroffenen bekannt zu geben. Damit ändert sich die Rechtsstellung des Betroffenen, der nun die Stellung eines Beschuldigten im Strafverfahren hat.

Damit verändern sich die steuerlichen Verpflichtungen gravierend. Der Steuerpflichtige ist in weiten Teilen nicht mehr verpflichtet, an der Aufklärung des steuerlichen Sachverhalts mitzuwirken, sofern er sich damit selbst belastet.

Auch in dieser Fallkonstellation gilt es zunächst, in aller Entschiedenheit darauf hinzuwirken, dass auch tatsächlich nur die tatsächlich entstandene Steuer festgesetzt wird. Je niedriger sich die ergebende Nachzahlung darstellt, desto günstiger stellt sich dies selbstredend für das Steuerstrafverfahren dar.

 

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