Freitag, 20.01.2006

Wichtige Verhaltensregeln bei Durchsuchung durch Beamten der Steuerfahndung

In der für jeden Betroffenen verstörenden Situation einer Hausdurchsuchung durch die Steuerfahndung ist zunächst guter Rat teuer. Nachfolgend einige goldene Regeln für eine angemessene Reaktion des Betroffenen.


  1. Der Betroffene soll unter keinen Umständen Aussagen in der Sache selbst treffen
  2. Selbiges gilt für den Steuerberater, der im übrigen vom Betroffenen nicht von seiner Schweigepflicht entbunden werden sollte. Auf diese Weise ist es dem steuerlichen Berater untersagt, Äußerungen in der Sache abzugeben. In der Sache selbst kann nämlich erst dann eine fundierte Einlassung abgegeben werden, wenn der Wissensstand der ermittelnden Behörde bekannt ist. Erst mit Akteneinsicht herrscht sog. Waffengleichheit.
  3. Grundsätzlich kann Kooperationsbereitschaft mit den Behörden signalisiert werden und die Herausgabe auf erstes Anfordern am besten dokumentiert werden.
  4. Einschalten eines Strafverteidigers verbunden mit der Bitte an den Durchsuchungsleiter, bis zum Erscheinen des Rechtsanwalts zuzuwarten.
  5. Die richterliche Anordnung der Durchsuchung in Empfang nehmen.
  6. Mitarbeiter anweisen, keine Äußerungen zu tätigen.
  7. Unterlagen sollten ohne vorherige Konsultation des Strafverteidigers nicht freiwillig herausgegeben werden.

Vorstehender Katalog kann nur eine Übersicht der wichtigsten angezeigten Maßnahmen wiedergeben. Im Einzelfall sollte in jedem Fall ein kompetender Verteidiger hinzugezogen werden.


Kategorie: Steuerstrafrecht Rechtsanwalt München