Montag, 27.03.2017

Umsetzung des Informationsaustausches durch die Kreditinstitute gemäß Common Reporting Standard

Teil 4 der Gesamtdarstellung, Fortsetzung zu meinem Beitrag vom 20.03.2017


Im Zusammenhang mit der Umsetzung des „Common Reporting Standard“ entsteht für die Wirtschaft natürlich auch ein erheblicher Verwaltungsaufwand im Zusammenhang mit der Durchführung der Melde- und Sorgfaltspflichten und der ergänzenden Melde- und Sorgfaltsvorschriften nach dem Gesetz zum automatischen Austausch von Informationen über Finanzkonten in Steuersachen.

Die Bundesrepublik Deutschland muss nämlich zunächst in den Besitz der erforderlichen Informationen gelangen, damit sie ihren Verpflichtungen aufgrund der geänderten EU-Amtshilferichtlinie gegenüber den Mitgliedstaaten der EU nachkommen kann. Hierzu wurde den Kreditinstituten die Pflicht auferlegt, dem Bundeszentralamt für Steuern die gesetzlich vorgeschriebenen Informationen zu übermitteln. Die Melde- und Sorgfaltspflichten gelten erstmals für das Steuerjahr 2016 bis zum 30.6.2017 und in den Folgejahren jeweils bis zum 30.7. eines Folgejahres.

Dies gilt natürlich umgehend auch für alle teilnehmenden Staaten, bei denen deutsche Staatsangehörige als Steuerausländer geführt werden. Aus diesem Grunde erhalten deutsche Bürger bereits jetzt schon Briefe von den ausländischen Kreditinstituten, worin um Selbstauskunft zur steuerlichen Ansässigkeit für die Ermittlung des Steuerstatus gebeten wird. Für Steuerpflichtige, die in den in meinem Artikel vom 04.10.2016 aufgeführten 54 Länder, die ab dem Jahr 2017 Daten zu Finanzkonten von Steuerpflichtigen, die in einem anderen Staat ansässig sind, an den betreffenden Staat übermitteln werden, entsprechende Bankverbindungen und / oder Versicherungsverträge unterhalten, besteht somit Handlungsbedarf.

Das wars! Danke für Ihre Aufmerksamkeit!

 

            Erwin Glaab

Rechtsanwalt / Steuerberater