Freitag, 06.03.2009

Österreich

Österreich wegen Krediten an osteuropäische Mitgliedsstaaten in Zugzwang


Österreich steht ebenso wie andere europäische Steueroasen unter Druck. Österreich benötigt zudem aktuell wegen hohen unsicheren Krediten österreichischer Banken an neue EU-Staaten im Osten ein Hilfspaket aus Brüssel zugunsten dieser Länder. Bundesfinanzminister Peer Steinbrück (SPD) kündigte jedoch für Deutschland ein Veto an, sofern Österreich keine Zugeständnisse beim Informationsaustausch machen würde.

Österreich liefert aktuell keine Daten an andere europäische Steuerbehörden gemäß der Zinsinformationsverordnung, sondern behält bei ausländischen Anlegern bei den Einkünften aus Kapitalvermögen eine Quellensteuer von derzeit 20 Prozent (ab 2010: 35%) ein. Diese alternative Verfahrensweise verhindert den Informationsaustausch und schützt bislang steuerunehrliche Anleger.

Österreich will ihre Aufnahme auf eine Schwarze Liste von Steuerparadiesen verhindern. Der Finanzminister will deshalb an den maßgeblichen Gesprächen der wichtigsten Industrie- und Schwellenländer (G-20) beteiligt werden.

Österreich hält sich bislang nicht an den OECD-Standard, wonach bei konkretem Verdacht auf Steuerhinterziehung Amtshilfe zu leisten ist.


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