Donnerstag, 06.08.2009

Mehr Macht für die Finanzämter

Die Behörden dürfen künftig alle Geschäfte von Deutschen in Steueroasen überprüfen


Die Bundesregierung verschärft ihr Vorgehen gegen internationale Steueroasen.

Künftig können die Finanzbehörden die Geschäfte von deutschen Unternehmen oder Anlegern in solchen Staaten erheblich stören. Das Kabinett beschloss am Mittwoch in Berlin eine entsprechende Verordnung. Die Finanzbeamten können demnach genaue Auskünfte über die Arte der Geschäfte verlangen und sogar darauf bestehen, dass Verträge offengelegt werden. Zudem müssen die Steuerpflichtigen erklären, wie ihre Anlagestrategie aussieht und welche Wirtschaftsgüter sie einsetzen. Ferner ist es dem Fiskus möglich, steuerliche Vorteile der Unternehmen oder Anleger deutlich oder vollständig einzuschränken. I

nzwischen haben nach Aussagen des Ministers etwa 40 Staaten angekündigt, sich künftig an die Spielregeln der OECD halten zu wollen. Darunter auch Guernsey, Isle of Man und Bermuda. Ein Doppelbesteuerungsabkommen zwischen Deutschland und Liechtenstein sei bereits im Entwurf unterzeichnet. Mit Luxemburg liefen die Gespräche. Mit der Schweiz sei man einig, sie so bald wie möglich aufzunehmen.


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